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Schoko, Baby!
2011 /// ongoing project
Kolonialismus, Globalisierung, Sprache als kulturellem Gedächtnis am Beispiel von Kakao.



Barbara Hartmann Kolonialismus


Barbara Hartmann Kolonialismus Mohr



                 Barbara Hartmman Kakao

                     Schokobaby? Warum nicht Käsebaby, Weißwurstbaby? Babybilder. Kolonialzeit.                                                                   
              Barbara Hartmann Kolonialismus
Barbara Hartmann Kolonialismus Globalisierung


Das Nestlé Baby 1970

Nestlé hat in den 70er Jahren in Westafrika alle Neugeboren, die in Krankenhäusern geboren wurden fotografiert. Ohne Einwilligung der Eltern. Am Jahresende bekamen die Eltern ein Glückwunsch-Schreiben, dass ihr Neugeborenes das Schönste im ganzen Jahr gewesen sei. Als Dankeschön lag eine Packung Milchpulver bei. In diese Zeit fällt auch der sogenannte Nestlé-Skandal: Als Krankenschwestern verkleidete Nestlé-Mitarbeiterinnen...* http://de.wikipedia.org/wiki/Nestle_tötet_Babies >


Reichardt Kakao-Werk in Wandsbek: Brause- und Schwimmbad für Arbeiterinnen. Kakaobohnenlager mit Sacktransportanlage.Barbara Hartmann Kolonialismus
Meanwhile in Africa
                                     
Barbara Hartmann Kolonialismus


Barbara Hartmann Kolonialismus Neger
Barbara Hartmann Kolonialismus Mohr
Barbara Hartmann Kolonialismus N-WortBarbara Hartmann Kolonialismus M-Wort

"Mit dem Begriff M. bezeichneten weiße Menschen im 17. bis ins 20. Jahrhundert Schwarze Menschen, die überwiegend als SklavInnen des deutschen Adels (...) lebten.Wenn heute der Begriff z.B. in Verbindung mit Schokolade gebracht wird, gibt das indirekt Auskunft über das kulturelle Gedächtnis, da Kakao eine Ware war, die mit dem transatlantischen Handel und dem Kolonialismus für weiße Deutsche konsumierbar wurde. AfrikanerInnen galten als Statussymbol deutscher Sklavenhalter und wurden ebenso Teil der beginnenden Konsumkultur des kolonialen Europas wie der Kakao. Der Anbau der Kakaobohnen auf Plantagen in Amerika und Afrika wurde wiederum von versklavten AfrikanerInnen geleistet."
Ulrike Hamann, aus “Das M-Wort”




PDF Kakaoanbau Côte d'Ivoire 3.5 MB /// Weiter>


Kakaoanbau in der Elfenbeinküste Frühjahr 2011. Der Bürgerkrieg klopft laut an die Tür.
Eine kurze Bestandsaufnahme zur Situation der Kakaobauern
und Verhaltensweisen der Großkonzerne.

Barbara Hartmann Kolonialismus Rassismus

Barbara Hartmann Kolonialismus Rassismus


Barbara Hartmann Kolonialismus Kakaoanbau


Barbara Hartmann Kolonialismus Elfenbeinküste


Die Elfenbeinküste ist größter Kakao-Produzent, hier wächst rund 40 % der Welternte. Fast zwei Drittel der in Deutschland verarbeiteten Kakaobohnen stammen aus der Côte d‘Ivoire.Durch die politischen Unruhen in der Elfenbeinküste ist der Preis für Kakao an der Börse im März 2011 auf ein neues 34-Jahres-Hoch gestiegen: 3726 US-Dollar/Tonne. Wegen des EU-Embargos, das seit Mitte Januar gilt, darf kein Kakao aus der Elfenbeinküste exportiert werden. Den Bauern bleiben nur noch 4 Monate Zeit, ihre Hauptjahresernte zu verkaufen, bevor der Kakao verfault...
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PDF Kakaoanbau Côte d'Ivoire 3.5 MB /// Weiter>
Barbara Hartmann Kolonialismus KakaoBarbara Hartmann Afrika


Barbara Hartmann Fotografie

Installationsansicht, Städtische Galerie Lothringer 13, München

 

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* "Es wurde Nestlé vorgeworfen, durch irreführende Werbung Mütter zu veranlassen, ihre Babys, anstatt sie zu stillen, mit künstlicher Nahrung zu versorgen. Internationale Hilfsorganisationen hatten herausgefunden, dass vor allem für das Nestlé-Produkt Lactogen bei Müttern in der Dritten Welt auch dann geworben wurde, wenn sie selbst stillen konnten. Zu den Werbemitteln, mit denen Mütter dazu gebracht werden sollten, ihren Säuglingen statt der Brust die Flasche zu geben, zählten Radiowerbung, Plakate, aber auch speziell geschulte „Milch-Schwestern“. Dabei handelte es sich um Angestellte des Konzerns, die sich wie Krankenschwestern kleideten. Sie partizipierten prozentual am Umsatz. Nicht berücksichtigt wurden, das oftmals fehlende Geld, das Wissen um den Umgang mit künstlicher Babynahrung sowie die fehlende Kücheneinrichtung um eine ungefährliche, hygienische Flaschennahrung zubereiten zu können. (...) der Preis des Pulvers führte zu einer übermäßigen Verdünnung. So entstehe „eine meist tödliche Kombination"

“Der Fall Nestlé bringt Produkt- und Industriekritik in eine neue Dimension: Hier will ein europäischer Exportgigant vermarkten, was sich bislang dem Markt verschlossen hat: die Schenkbeziehung zwischen Mutter und Baby. Die massenweise Erzeugung von Unwertgefühlen gegenüber der Fähigkeit, das eigene Baby zu stillen, durch moderne Fortschrittspropaganda  scheint ein letzter entscheidender Schritt auf dem Weg zur Bewusstseinskolonisierung."